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Atomenergie - FAQ
Fragen zur Anti-Atom-Bewegung
Glaubt die Antiatom-Bewegung, mit gewalttätigen Ausschreitungen, die Politik zwingen zu können, aus der Atomkraft auszusteigen?
Ziel der herrschenden Politik, unabhängig vom politischen System, ist es immer gewesen, Menschen gegeneinander auszuspielen, um sicherzustellen, daß nicht gemeinsame Kräfte gegen sie selbst gerichtet werden.
Die Mißachtung seiner Schutzpflichten durch den Staat führt dazu, daß ihre Schutzinteressen von der Bevölkerung selbst durchgesetzt werden müssen.
Im Atomstaat sieht das dann folgendermassen aus:
Der Bau einer Atomanlage oder der ein Castortransport werden angekündigt. Die betroffenen Menschen schliessen sich zusammen, um sich zu wehren. Prozesse werden geführt, wo dies möglich ist. Das Atomrecht schließt in vielen Fällen die Möglichkeit des Rechtsweges nämlich aus.
Derweil propagieren Politiker, die gleichfalls in den Aufsichtsräten der Atomkonzerne sitzten, daß gewaltbereite Chaoten sich zusammenrotten würden, um gegen die Demokratie vorzugehen.
Um alle rechtschaffenden BürgerInnen zu schützen müssten leiderleider die Grundrechte temporär aufgehoben werden.
Wenn der Widerstand der Bevölkerung zu groß wird, um wirtschaftliche Interessen gegen deren Willen durchzusetzten, wird kurzerhand die Verfassung außer Kraft gesetzt.
Eine Lawine aus Desinformation, Propaganda und Hetze soll die Zahl der Menschen, die sich am Widerstand beteiligen so gering wie möglich halten.
Indem der Staat keinen Zweifel daran läßt, daß er um jeden Preis den Willen der Atomlobby durchsetzten wird, entledigt er sich der Neutralität, zu der er verpflichtet ist.
Unter völliger Mißachtung der Verhältnismäßigkeit und meisst auch mit illegalen Methoden setzt er mit brutaler Gewalt Wirtschaftsinteressen durch.
Den Unkundigen wird verschwiegen, daß es in der Antiatom-Bewegung einen Konsens zur Gewaltfrage gibt, der besagt, daß alle Aktionsformen legitim sind, die keine Menschen gefährden und keine unverhältnismäßigen Umweltschäden anrichten dürfen.
© 1999 Institut zur Förderung von Akzeptanzproblemen in der Atompolitik.
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