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Atomenergie - FAQ
Fragen zur Anti-Atom-Bewegung
Castor-Transporte zu blockieren ist doch keine Lösung, denn irgendwo muss der Müll ja hin?!
Die Castor-Transporte waren die Achillesferse der Atomindustrie. Nur wenn die Lagerbecken regelmäßig geleert werden, kann der Betrieb der Atommeiler aufrecht erhalten werden.
Der starke Widerstand der Anti-AKW-Bewegung hatte es verhindert, daß alle notwendigen Transporte durchgeführt werden konnten. Sechs AKW standen aufgrund dessen im Jahr 2000 vor der Abschaltung.
Mit dem "Atomkonsens" hat die Bundesregierung darauf reagiert und den Betreibern zugestanden, Castoren in "Zwischenlagern" an den AKW-Standorten abzustellen, um den ungestörten Weiterbetrieb der AKW zu gewährleisten.
Die weiteren Transporte, insbesondere in und aus den "Wiederaufbreitungsanlagen" werden weiterhin blockiert, um den reibungslosen Ablauf des Atomprogramms zu stören und der Forderung nach sofortiger Stillegung aller Atomanlagen Nachdruck zu verleihen.
Ein weiteres hat der Castor-Widerstand bewirkt: wäre nicht durch die Blockaden das Medieninteresse auf die Transporte gelenkt worden, wäre es wohl kaum zu einem Stopp der Transporte nach dem Bekanntwerden von Außenkontaminationen ("Castor-Sakandal", 1999) gekommen und der Öffentlichkeit wäre möglicherweise die Einsicht erspart geblieben, daß es mehr als 30 Jahre nach der Inbetriebnahme des ersten kommerziellen Reaktors noch immer kein schlüssiges Entsorgungskonzept gibt und demzufolge auch kaum jemals geben wird.
© 1999 Institut zur Förderung von Akzeptanzproblemen in der Atompolitik.
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