Atomenergie - FAQ
Fragen zum Atomprogramm
Was würde ein Ausstieg aus der Atomenergie kosten?
Die Gesellschaft trägt das Risiko aus dem Bertieb der AKW.
Diese sind eklatant unterversichert. Ein "Freikauf" wäre allemal billiger als die Folgen eines Kernschmelzunfalls.
Mit zunehmendem Alter der Anlagen steigt dieses Risiko exponentiell an.
Trotzdem gelingt es der Atomlobby immer wieder, selbst uralte Reaktonem wie Stade trotz massiver Sicherheitsmängel am Netz zu halten, indem sie den Aufsichtsbehörden mit Schadensersatzforderungen droht.
Auch im zuge von "Ausstigsdiskussionen" fordert die Betreiberseite immer wieder Schadensersatz fuer Reaktoren, die sie nicht bis ans Ende der erwarteten Lebensdauer betreiben kann.
Die erwartete Lebensdauer definiert die Atomlobby dabei selbst.
Bislang sind in der BRD rund 125 Mrd DM für den Ausbau der Atomindustrie ausgegeben worden, die Hälfte davon aus Steuergeldern.
54 Mrd. DM haben die Atomkonzerne bislang an "Rückstellungen" für Abriß und Endlagerung der AKW angehäuft. Geld, das sie bislang steuerfrei am Kapitalmarkt einsetzen konnten.
Die AKW sind zum größten Teil abgeschrieben. Schadensersatz kann aber nur für vollbrachte Leistungen und nicht für entgangenen Gewinn gefordert werden. Die Schadensersatzforderungen der Betreiber sind somit unbegründet und dienen ausschließlich Propagandazwecken.
© 1999 Institut zur Förderung von Akzeptanzproblemen in der Atompolitik.
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