Atomenergie - FAQFragen zum AtomprogrammWie kann ein Atomausstieg durchgesetzt werden?Die aktuelle Situation, daß selbst eine vermeintlich ausstiegswillige Bundesregierung nicht in der Lage ist, einen Atomausstieg durchzusetzten, läßt es fraglich erscheinen, ob der parlamentarische Weg dazu geeignet ist. Es gibt einige Ansatzpunkte, mit der ein Ausstieg durchgesetzt werden könnte. 1. Der Gesetzgeber erkennt an, daß die im Atomgesetz festgeschriebene schadlose Entsorgung des Atommülls nicht zu erbringen ist, da es weltweit kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll gibt. 2. Der Gestzgeber paßt die Grenzwerte für radioaktive Emissionen auf das nach dem Stand von Wissenschaft und Forschung erfordeliche Maß an und trägt Sorge dafür, daß Grenzwerte auch überwacht und eingehalten werden. 3. Die Geschichte der Atomindustrie ist eine Geschichte von Lügen, Täuschungen und Irreführungen. Nach jedem Skandal wird das Personalkarussel ein wenig gedreht aber an der personellen Verfilzung von Betreibern, Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden sowie der Politik hat sich nie etwas geändert. 4. Der Gesetzgeber beendet die Subventionierung von Atomstrom, er besteuert den Brennstoff und Erhöht die Schadensvorsorgeanforderungen (Versicherungssummen für AKW). Die AKW sind derzeit massiv unterversichert. Eine seriöse Versicherung des Risikos aus dem AKW-Betrieb wäre kaum möglich, Atomstrom würde zur teuersten Energieform. 5. Die Anti-Atom-Bewegung brandmarkt die Atomlobby öffentlich als Verbrecherorganisation und stellt ausgewählten Führungspersönlichkeiten die Folgen des atomaren Wahnsinns gegenüber: 6. Die Anti-Atom-Bewegung läßt es nicht zu, daß weitere Atomanlagen ans Netz gehen und blockiert mit Castor- und Urantransporten die Ver- und Endsorgung der AKW (Verstopfungsstrategie). © 1999 Institut zur Förderung von Akzeptanzproblemen in der Atompolitik. zurück zum Inhaltsverzeichnis |