Atomenergie - FAQ

Fragen zum Atomprogramm


Wie stehen die einzelnen Parteien zum Atomprogramm?

Union und FDP

Diese Parteien haben immer einen knallharten pro-Atom Kurs gefahren. Selbst die schlimmsten Unfälle und Skandale haben daran nichts geändert.

SPD

Die SPD hat nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 einen Parteitagsbeschluß gefasst, wonach ein Atomausstieg innerhalb von 10 Jahren durchgesetzt werden sollte.
Dieser Beschluß wurde zwar nicht revidiert, die rotgrüne Bundesregierung läßt aber keinen Zweifel daran, daß sie sich daran nicht gebunden fühlt.

Bündnis 90/ Die Grünen

Die Grünen sind Ende der 70 Jahre aus der Anti-Atom-Bewegung hervorgegangen und haben sich den Atomausstieg auf die Fahnen geschrieben.
Mit der Beteiligung an der Bundesregierung 1998 haben sie keinen Zweifel daran gelassen, daß ihnen der Machterhalt wichtiger ist, als die durchsetzung ihrer Grundsätze.
Die Grünen unterstützen die Forderung massiv, an den AKW dezentrale Zwischenlager einzurichten. Damit ermöglichen sie den Betreibern den ungestörten Weiterbetrieb auf unbestimmte Zeit.
Zudem lassen sie sich auf eine Entschädigungsdiskussion ein, ohne auch nur im geringsten an der Ilegitimitaet des Atomprogramms Anstoss zu nehmen.

PDS

Die PDS ist aus der SED hervorgegangen, der Partei, die für das Atomprogramm der DDR mitverantwortlich war.
Heute behaupten die gleichen Leute, für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft einzutreten.
Mit Statements, die das Unrechtsregime der DDR verharmlosen, läßt die PDS immer wieder massive Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit aufkommen.
So machte sich denn auch der PDS-Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern Wolfgang Methling im September 1999 für die Einlagerung von Strahlenmüll im Atommüllager Lubmin stark.

 


© 1999 Institut zur Förderung von Akzeptanzproblemen in der Atompolitik.

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