Atomenergie - FAQ

Fragen zur Technik


Was ist ein Kernschmelzunfall?

Versagt bei einem Druckwasser-AKW die Kühlung und kann nicht binnen kürzester Frist wiederhergestellt werden, dann erhitzt sich der Brennstoff aufgrund der energiereichen Zerfälle von gebildeten kurzlebigen Spaltprodukten von selbst weiter. Dies führt zunächst zum Schmelzen der Metallhülsen der Uranbrennstäbe, später auch des Uranbrennstoffes selbst. Die geschmolzene Masse sinkt auf den Boden des Reaktordruckbehälters und durchdringt diesen. Steht dieser noch wie beim laufenden Betrieb unter hohem Druck, dann explodiert dieser und zerstört weitere Einbauten sowie u.U. den umgebenden Sicherheitsbehälter. Durch chemische Reaktion des geschmolzenen Metalls mit Wasserdampf kommt es zu Wasserdampfexplosionen sowie zur Entwicklung von Wasserstoffgas, das mit dem vorhandenen Luftsauerstoff im Sicherheitsbehälter weitere Explosionen auslösen kann. Wird dadurch der Sicherheitsbehälter zerstört oder undicht, dann dringen hochradioaktive gasförmige Spaltprodukte nach außen, verbreiten sich und lösen eine Katastrophe aus.
Quelle: BIU Hannover

Den Ablauf eines Kenrnschmelzunfalls in einem Siedewasserreaktor beschreibt die BIU Hannover hier.
 


© 1999 Institut zur Förderung von Akzeptanzproblemen in der Atompolitik.

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